00:00:07: Jazzcore Podcast, Podcast.
00:00:07: Geschätzt die Jazz-Podcast.
00:00:09: Hörerinnen und Hörern willkommen zur Augustausgabe!
00:00:14: Und zur dritten Runde Jazzcore Connects in diesem Jahr.
00:00:19: Connects ist der vierte jährliche Kompositionsauftrag von Jazzcore.
00:00:24: Das Ziel ist aber viel mehr als einfach eine Komposition.
00:00:28: Am Ende steht ein Fertig produziertes Stück erarbeitet von Hostmusikerinnen aus der Schweiz, die sich Duo-Partner in einer Runde unter Globus suchen.
00:00:39: Im besten Fall sind sie sich noch nie begegnet – auch mit bekannten Gesichtern entsteht auf Distanz eine spannende Musik!
00:00:49: Der Curator Vito Cardonao bietet für diese Ausgabe Saxophonistin Gianna Lavorini auf die Digitalbühne.
00:00:57: Wenn Gianna für ihr Stuo ausgesucht hat, wie das Stück entstanden ist und wer es überhaupt ist – das erzählt sie uns jetzt gerade selber.
00:01:15: Genau!
00:01:15: Also ich bin Gianna Lavarini Ich komme aus Pfeffers und stellen mich gerne als Bündnerin vor, obwohl ich eigentlich gar keine bin.
00:01:24: Ich wohne noch im Kanton St.
00:01:26: Gallen.
00:01:28: Ich bin an der Musikschule am Unterricht und gleichzeitig als freischaffende Musikerin tätig.
00:01:36: Ab und zu bin ich auch bei Jazzchur noch am Schaffen.
00:01:40: Und was mich an meinem Instrument am Saxo von einem meisten interessiert, respektive als Kulturedale ist einfach ... Vielseitigkeit.
00:01:50: Und das tue ich auch sehr gerne nutzen im Unterricht oder auch selber.
00:01:54: Ich spiele in sehr diversen Formationen, also in einer Afro-Band, in einem Quartett ohne Harmonieinstrument und versuche auch meinen Schüler irgendwie die ganze Bandbreite mitzugehen so von Jazz über Klassik bis Pop-Solos und so.
00:02:13: Genau das finde ich eigentlich zu coolsten.
00:02:17: Und es liegt mir am Herzen!
00:02:19: Also als Duo-Partner habe ich Hermes Schmid angefragt.
00:02:25: Er kommt ursprünglich aus dem Aargau aus Hecklingen und ist seit zwei Jahren in New York am Studieren, am arbeiten und auch im Unterrichten.
00:02:39: Und wir haben damals einmal ganz am Anfang im Bachelor noch zusammen studiert bevor er dann ... auf New York gegangen ist.
00:02:48: und ich habe ihn ausgewählt, weil es mich wundern genommen hat wo er steht was er macht.
00:02:57: Spannend noch jetzt schon vier vergangenen Jahre wieder Kontakt zu haben und zusammen mit Musik machen können auch wenn es virtuell nicht live ist.
00:03:11: Zum Glück gibt's ja heutzutage viele Wege.
00:03:13: Es war etwas einfach zu gestalten, wir haben viel telefoniert und auch geschrieben.
00:03:21: Und weil wir ja nur das Zweite waren, ist es eigentlich recht unkompliziert gewesen und wir hatten viele Aufnahmen.
00:03:27: dann können immer wieder hier und her schicken und wieder ein bisschen etwas schrauben und noch verbessern.
00:03:36: Das war eigentlich recht uncompliziert.
00:03:39: Er hat sich sehr gefreut so wie ich von ihm gehört habe dass in New York ein sehr taufes Flascher ist und er hat sich sehr gefreut, etwas mit der Schweiz zu tun und auch damit wir wieder etwas zusammen machen können.
00:03:59: Und einfach noch mal etwas anderes zu machen, einen anderen Job zu bekommen.
00:04:05: Er spielt sehr viel Live.
00:04:08: Genau!
00:04:10: Das Stück heisst Gleam of Light, also so Lichtfläge oder Lichtstrahl.
00:04:17: Das habe ich ursprünglich für mein Quartett geschrieben, das gar kein Harmonieinstrument dabei war.
00:04:25: Darum konnte sich der Hermes auch recht viel Freiheit nehmen wie Erdles will gestalten, weil es wie eigentlich gar keinen Vorgabe gab.
00:04:33: Es ist eine neue Version quasi vom Stück und wir haben Ziele es offen lassen und schauen, was kommt.
00:04:41: Ich habe ihm die Melodie geschickt und er hat etwas dazu gemacht.
00:04:48: Und dann ist jetzt etwas in Posenova angehucht entstanden.
00:04:55: für alle, die gerne jazzlos sind gehört man sehr gut.
00:04:59: Es ist ein Stück mit Thema im Protema also sehr klassisch in diesem Sinn Und im Thema gehört man vor allem in B-Teile, glaube ich.
00:05:13: Mit dem Licht ist es sehr gut.
00:05:15: Es kommt gut durch.
00:05:16: Da geht ein bisschen Zunen auf.
00:05:19: Das war das, was ich mit diesem Stück bewirken wollte beim Zuhören und hoffe, dass es gelungen ist oder klappt.
00:05:29: B-teil ist also mal vor die Stücke an mit einer Melodie Und die wird jetzt in diesem Fall sogar wiederholt, also diese Melodie gehört mir zweimal.
00:05:41: Und nachher kommt wie etwas, das ein bisschen anders ist und das Stück weiterführt an einen anderen Ort quasi führt.
00:05:50: Das ist der sogenannte B-Teil.
00:05:52: Am Ende von dem B-Teil kommt man dann aber wieder retour zum ersten, zum Anteil zu den ersten Melodien, die man schon mal gehört hat.
00:06:03: Bildert dann auch den Schluss, dass sich der Kreis gar nicht schlüsst.
00:06:07: Für mich bietet die Online-Welt in der Musik sehr viel Potenzial zum mit anderen Menschen sich verbinden, sich zusammen zu tun und Musik zu machen, das man sonst niemals würde sehen.
00:06:25: Gleichzeitig finde ich aber auch, dass es schon etwas anders ist wenn man sich ... wirklich live trifft miteinander Sachen erarbeitet.
00:06:38: Man spürt irgendwie mehr von der anderen Person, vom Mensch an sich und was für mich in der Musik sehr wichtig ist irgendwie die Emotion können überzubringen und ich glaube das klingt jetzt momentan für mich besser wenn ich mit jemandem im realen Leben zusammen spielen kann und nicht so virtuell.
00:07:03: Ihr gehört Glimm of Light, eine Komposition von mir, die ich zusammen mit Hermes Schmid neu aufgenommen habe.
00:07:11: Dua-Version mit Piano und Saxophon.
00:07:15: Wir hoffen, dass ihr das Licht ausgehört und mitnehmen könnt!