00:00:07: Schätzte Jazz Podcast, höre Ihnen willkommen zur Mai-Ausgabe und zur zweiten Runde Jazzcore Connects in diesem Jahr.
00:00:18: Connects ist der vierteljährliche Kompositionsauftrag von Jazzcore aber das Ziel ist viel mehr als einfach eine Komposition.
00:00:29: Am Ende steht eine Fertigproduzierte Stück erarbeitet von Host Musikerinnen aus der Schweiz, die sich ein Duo-Partner rund um den Globus suchen und miteinander auf die Stanz das Stück erarbeiten.
00:00:49: Kuratiert wird diese Reihe vor Chiara Yacomet und Vito Cardonao und für diesen Ausgabe bietet Jara Yakomet, Neil Dill auf die Digitalbühne.
00:01:02: Wie er zusammenarbeitet mit der Duo-Partnerin in Standerisch und welche Hürde das Projekt mit sich gebraucht hat, erzählt uns Neil gerade selber.
00:01:12: Ich heisse Neil Dills.
00:01:23: ich wohne im Raum Bern und bin auch in dieser Region musikalisch tätig.
00:01:32: Was mich zurzeit interessiert, um Musik zu machen ist das, was mir jetzt geht wie so auserst einfach in den Kopf kommt.
00:01:42: Es ist eigentlich eine Musik zu tun, die ich oder Hinger stehen kann, dass sie Musik machen, wo ich mir immer etwas überlege, was ich genau damit sagen will oder wieso sie vielleicht mit dieser Musik auf der Bühne steht und warum sie diese Musik rausgeben.
00:02:00: Was ist der Hintergrund?
00:02:01: Ich glaube, das ist sicher in meinem musikalischen Schaff etwas sehr Präsenz.
00:02:07: Auch schon länger, dass ich mir oft überlege, was ich damit sagen will.
00:02:15: Das kann ich sehr gut ausleben in der enden Band, die ich zurzeit sicher am aktivsten bin.
00:02:22: Das ist Gokongavel.
00:02:31: Wir arbeiten sehr fest aus Kollektiv, also wir komponieren alles zusammen.
00:02:36: Wir schreiben auch alle Texten für die Band und befassen uns sehr fest mit den Texten, die wir schreiben und mit Themen, die man vermitteln will.
00:02:50: Ein Thema, das mir wichtig ist – oder was jetzt vielleicht auch geht – in Bezug auf dieses Stück, das wir mit Maryam geschrieben haben.
00:03:00: Wichtig ist die Kollektivität unserer Gesellschaft und etwas, das mich persönlich beschäftigt und das ich gerne in der Musik zum Ausdruck bringen möchte.
00:03:12: wieder mehr zusammen kollektiv arbeiten und so Sachen erreichen, indem das alle etwas klein machen.
00:03:21: Aber in diesem Sinn auch nicht zu fest die Selbstoptimierung pusten, dass alle die beste Version von sich selber sein müssen, um dann zusammen etwas zu erreichen.
00:03:30: Also ich glaube, dieser Zwiespalt zwischen man kann viel reichen, wenn alle etwas geben und gleichzeitig wo ist dort geblendet?
00:03:39: Dass man immer das Gefühl hat, man muss immer... Die Person, die ich ausgewählt habe für dieses Projekt ist Miriam Abouluafa.
00:03:49: Sie ist ursprünglich aus Casablanca, aus Marokko und lebt jetzt momentan zwischen Frankreich und Zypern.
00:03:59: Ich habe diese Person kurz kennengelernt wo sie mal hier in Bern im Prozess in dieser Bar slash Residenzort eine Residenz hatte.
00:04:13: Und dann war sie in der Schweiz und kam zu einem Treffen, und wir haben uns dort kurz kennengelernt.
00:04:20: Ich habe ihre Musik entdeckt durch das eigentliche Werk, sonst wäre ich niemals auf die Künstlerin gestoßen.
00:04:28: Wir hatten in diesem kurzen Austausch, den wir dorthin hatten, sehr spannende Diskussionen.
00:04:37: Also so zum Beispiel über Rhythmus ist ein Schlagzeug.
00:04:42: Sie singt und es war spannend zu merken, dass wir irgendwie beide von den Kulturen, die wir herkommen haben, das Gefühl haben, was wir in der Musik suchen, Fault uns täte.
00:04:53: Aber man sieht es mega fest in ihrer Kultur vor einer anderen Person.
00:04:58: Ich habe zum Beispiel das Gefühl, ich gebe Schweizer Musik einfach Rhythmuss.
00:05:04: Und sie ist zum Beispiel wow Alphorn, das ist genial.
00:05:07: Das hat kein Rhythmus, es ist einfach nur hier.
00:05:11: Diese Diskussionen waren so cool, obwohl wir uns nicht wirklich kennengelernt haben.
00:05:16: Darum war ich so, dass es eigentlich eine Gelegenheit gibt, die ich mir gerne nutzen möchte um jetzt tatsächlich etwas mit ihr zu machen.
00:05:26: Zu Beginn haben wir sehr viel telefoniert und Facetimed.
00:05:33: Wir haben in einem regelmässigen Abstand unsere Treffen gesetzt, die wir uns über den aktuellen Stand und was uns beschäftigt.
00:05:46: Und zwischen diesen jeweiligen Telefonaten haben wir dann entweder eine Rohaufnahme von zum Beispiel ... Ich habe vielleicht etwas im Schlagzeug gespielt oder ... auf einem Programm einfach ein bisschen produziert, Melodie oder so und Maryam hat vielleicht etwas aufgenommen mit der Stimme.
00:06:11: Wir haben uns das wieso hin- und hergeschickt und haben quasi wie ... Mit dem, was wir dann geschickt haben, das haben wir immer etwas ergänzt.
00:06:19: Also immer etwas dazu da.
00:06:23: Und so haben wir eigentlich ein wenig wie eine Prototyp schon gehabt vom Stück.
00:06:33: Und er wurde ein bisschen illegal.
00:06:35: Wir haben eigentlich einfach gemerkt, aber ich wusste gar nicht, dass Meriem mittlerweile in Frankreich wohnt und nicht mehr in Marokko.
00:06:46: Und auch eben, als wir wieder Kontakt aufgenommen haben, kamen sie raus.
00:06:49: Und dann haben wir einfach gemerdet, wenn ich zwei Tage nach Frankreich gehe zu ihr, dass man einfach ... das relativ schnell vorwärts machen.
00:07:01: Und dann bin ich auf Frankreich gegangen und wir haben zusammen einfach die Stimmen aufgenommen, und der Song noch nicht fertig gemacht.
00:07:09: aber ich glaube durch das konnten wir recht schnell in dieser kurzen Zeit vorwärtigen.
00:07:17: Was sicher auch schön war ... Es ist natürlich nicht ganz einfach so auf diese Distanz zu arbeiten und es hat uns einfach ermöglicht um es einfach so machbar zu machen.
00:07:32: Danach haben wir wieder auf Distanz geschaffen, also dann habe ich eigentlich die Produktion noch verfeinert und er hat das ganze Mixing immer wieder ihre Geschicht und sie hat mir Rückmeldungen gegeben.
00:07:45: und genau, da sind wir wieder zurück in dieses Hin- und Her.
00:07:51: Wir sind noch nicht ganz zufrieden mit der ersten Abgabe, aber die Stimmen ... sehr fest im Home-Recording aufgenommen und ich glaube das gehört mir auch.
00:08:01: Und es ist die erste Mal, dass sie eigentlich so ein Track produzieren und darum... Es ist sehr fest.
00:08:09: einfach noch so zum Prozess!
00:08:11: Also es war sehr fest ohne Learning aber eigentlich für uns auch sehr cool gewesen, das so zu machen.
00:08:19: Heutzutage hat man halt so Die ganze Popmusik, die einem so anspringt.
00:08:25: Und wenn man es irgendwie mit gutem Kopfhörer zu los merkt ... Es ist krass was das alles dahinter hat oder wie viele Details sie in diesem Instrument eigentlich im Hintergrund drin sind, wo befinden sie sich im Raum?
00:08:39: Wie bewegen sie sich von links nach rechts und so weiter.
00:08:43: Und ich glaube der Dritt wird zu merken, wow!
00:08:45: Es ist so krass, dass man alles jetzt machen kann.
00:08:48: aber wieso zu merke okay Kleine Basis habe ich schon, aber wie mache ich das jetzt auch?
00:08:55: Das war sicher die Herausforderung und da habe ich zum Glück gute Unterstützung bekommen.
00:09:01: Aber man merkt ja sowieso ... Ich habe mich sehr fest mit diesen Software-Instrumenten auseinandersetzt.
00:09:08: was kann man alles machen?
00:09:10: welche Effekte kann man dazu tun?
00:09:11: Was machen diese Effekten?
00:09:13: Wo bringen sie den Instrument her?
00:09:14: Ich glaube es war eine Herausforderung.
00:09:18: Was ich vorhin angesprochen habe mit dieser Herausforderung bezüglich der Produktion, dass es mittlerweile so viele gibt, die auf so hohem Niveau irgendwie ist technisch.
00:09:31: Aber dementsprechend auch wenn man auf die sozialen Medien geht oder so ... Es gibt schon so viel und es hat so viele Menschen.
00:09:41: Wenn man es so sieht auf den sozialen Medien, hat man das Gefühl, die haben ihr Leben so etwas von dem Griff.
00:09:50: Und sie machen dieses und jenes und jeden Tag das Konzert und er nimmt sich das auf... Man kommt sehr schnell in ein Narrativ rein ... Wow, okay.
00:10:04: Diese Person hat es im Griff und ich habe noch nichts erreicht in meiner Karriere.
00:10:11: Und sie sollte doch eigentlich und überhaupt ... Ich glaube, wenn man weiblich sozialisiert ist, der Druck davon, wow!
00:10:17: Wenn man alt wird, dann merkt man für einen Köder.
00:10:20: Ist sicher auch nochmal ... spielt dort auch noch so etwas rein.
00:10:23: Okay?
00:10:24: Wird immer älter.
00:10:26: Ja, irgendwann will man mich nicht mehr sehen höchstens wahrscheinlich.
00:10:30: Und ich glaube das ist nicht immer ganz einfach zum handhaben.
00:10:35: Gleichzeitig will man auch aktiv sein auf diesen Plattformen, gibt irgendwie Social Media und so.
00:10:42: Würden sie eben auch so eine Ausstellungsplattform ist?
00:10:45: Es ist mega derzeit so... Ja es ist nicht ganz einfach mit dem oben zu gehen.
00:10:50: wie kann ich auf dieser Plattform bleiben weil sie wichtig war.
00:10:55: Und andererseits kann ich schauen dass sie nicht irgendwie ja auslösen, dass man das Gefühl hat, man hat selbst noch nichts recht dabei.
00:11:03: Stimmt es eigentlich nicht und man weiss ja ganz genau, dass alle Leute nur das zeigen, was sie wollen auf diesen Plattformen?
00:11:11: Ja ich glaube, das ist recht schwierig und ihr Leben halt auch sehr fest, dass die Leute um mich herum sehr fest von diesem Einfluss sein.
00:11:18: Ich glaube darum möchte ich so erwähnen weil ich merke, es ist etwas, das in meinem Umfeld eine recht grosse Auswirkung hat.
00:11:28: Und aber über das hinweg ist natürlich auch etwas Wunderschönes.
00:11:33: Ich meine, jetzt gibt es zum Beispiel mit Gokongavel, haben wir mit Menschen Kontakt gehabt.
00:11:39: Also ja, jetzt geht es z.B.
00:11:40: mit jemandem aus Mexiko über die Plattform, der uns geschrieben hat, dass sie unsere Musik lasse und so schön findet.
00:11:47: Das ist natürlich wunderschöne!
00:11:52: Das, was megaschön war an dieser Zusammenarbeit ... ist eigentlich die erste Mal, in der wir telefoniert haben.
00:11:58: Wir sind sehr schnell darauf gekommen, wenn ich am Anfang schon gesagt habe, dass uns wirklich sehr wichtig ist, zu entscheiden über was wir diesen Song machen wollen und wir hatten beide irgendwie eine Thematik im Kopf, die uns sehr beschäftigt im Moment.
00:12:15: Was machen wir individuell?
00:12:19: die Orten auf dieser Welt sehr schlimme Sachen passieren.
00:12:25: Wie gehen wir damit um?
00:12:26: Man fühlt sich eigentlich sehr hilflos in der Position und gleichzeitig sehr privilegiert, weil man nicht täglich mit geresslichen Sachen konfrontiert ist.
00:12:39: Und ich glaube, wenn wir schnell darauf kommen, dass wir irgendwie eine Song machen wollen, die das Thema von dieser Dissonanz angeht Miriam hat das Geschichte erzählt, wo ihr Brötchen ihren Augen verzählt hat vom Kolibri.
00:12:56: Vom Hummingbird.
00:12:59: Das Geschichte geht so... Es gibt ein Feuer im Wald und alle Tiere sind in Panik und gehen aus dem Wald und säkern weg.
00:13:09: Der Kolibry geht hier weg aber er holt Wasser und fliegt wieder zurück mit seiner kleinen Kraft zu füllen, versuchen zu löschen.
00:13:20: Und er fragt sich, was man hier macht und der Kolibriat sagt.
00:13:24: Ich mache einfach meine Anteile, die ich habe, um kleine Wesen zu machen.
00:13:31: Es ist gar nicht so offensichtlich im Stück, dass es eigentlich um das geht ... Aber es hat so kleine Anspielungen wie Zvörlöschen in den Wald.
00:13:47: und der Röffner.
00:13:49: Der Teil, den man am Anfang kommt in die Mitte und im Schluss, fragt sich dann, wieso du?
00:13:57: Was kannst du verändern?
00:14:00: Das Ziel ist eigentlich, dass ihr die Frage stellt, was kann man auf individueller Veränderung haben.
00:14:07: Ich fand es sehr schön, dass wir jemanden sind.
00:14:11: Wir sind ganz an einem anderen Ort auf der Welt, wir sind ganz andere Leute.
00:14:16: Aber irgendwie hat uns das Thema zusammen zum gleichen Zeitpunkt beschäftigt und er haben wir damit etwas gemacht.
00:14:23: Und ja, in diesem Fall viel Spass mit hummingbird!
00:15:20: I wanna see, there cannot blow in my heart.
00:15:57: Tell me what the tree is.